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Heizen nach Energiesparverordnung (EnEV)

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist Bestandteil des deutschen Baurechts. In ihr sind verbindliche Werte für den zulässigen Energiebedarf von Neubauten, Mindestanforderungen für die Modernisierung, den Um- und Ausbau und die Erweiterung bestehender Gebäude sowie Details zum Energieausweis verankert.

Diesen Energieausweis stellen Architekten oder Bauträger auf Grundlage des berechneten Bedarfs aus. Dies betrifft Bauherren, die ein neues Gebäude planen oder kaufen wollen. Bei bereits bestehenden Gebäuden muss nur dann ein Ausweis ausgestellt werden, wenn die Berechnungen für das gesamte Gebäude durchgeführt wurden. Auf Verlangen muss der Bauherr den Behörden seinen Energieausweis vorlegen.

Die aktuelle Energieeinsparverordnung, die so genannte EnEV 2009, wurde am 30. April 2009 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist seit dem 1. Oktober 2009 in Kraft. Sie gilt für Gebäude, die mithilfe von Energie gekühlt oder geheizt werden.

Die EnEV 2009 betrifft außerdem die Anlagentechnik in Gebäuden, darunter Heizungs-, Kühlungs- und Raumlufttechnik sowie Warmwasserversorgung und Beleuchtungstechnik. Ausnahmen bilden Gebäude, die nicht regelmäßig genutzt, gekühlt oder geheizt werden. Hierzu zählen unter anderem unterirdische und landwirtschaftliche Bauten, Glashäuser, Kirchen und Wochenendhäuser sowie bestimmte Betriebsgebäude. Aber auch für diese Ausnahmen gelten die Regelungen der EnEV 2009 bezüglich der Inbetriebnahme von Wärmeerzeuger-Systemen oder die Inspektionspflicht für Klimaanlagen.

Die EnEV und regenerative Energien

Die aktuelle EnEV berücksichtigt als regenerative Energien solare Strahlungsenergie, Umweltwärme, Geothermie, Wasserkraft und Windenergie sowie Energie aus Biomasse. Das Ziel der EnEV 2009 ist die Senkung des Energieverbrauchs für Warmwasser und Heizung um 30 Prozent.

Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einer Novellierung der Energieeinsparverordnung, die erneut verschärfte Vorschriften mit sich bringt. Dies wurde bereits 2007 in einer Kabinettsklausur in Meseberg beschlossen. Gegenüber der zur Zeit wirksamen EnEV 2009 soll das energetische Anforderungsniveau für Neubauten und Modernisierungen noch einmal um 30 Prozent angehoben werden.

Weitere wichtige Änderungen betreffen auch den Energieausweis: So sind etwa Käufer oder Vermieter dazu verpflichtet, ihren Käufern oder Mietern den Ausweis oder eine Kopie davon direkt vorzuzeigen beziehungsweise auszuhändigen. Auch Heiz- und Klimaanlagen werden künftig noch gründlicher unter die Lupe genommen. Eigentümer und Bauherren sollten sich also schon jetzt auf die künftige Energieeinsparverordnung 2012 einstellen.

 

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