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Zweifel am Nutzen von Biosprit
Donnerstag, den 15. März 2012 um 18:17 Uhr

Nach Aussagen von Klimaschützern würde Bio-Sprit die Umwelt stärker belasten, als bisher angenommen wurde. Die entsprechende EU-Kommission weist diesen Vorwurf zurück.

Ohnehin gilt sogenannter Bio-Sprit, der für gewöhnlich aus Soja, Palmöl und Raps gewonnen wird, als umstritten. Eine neue Studie besagt, dass der Alternativ-Treibstoff die Umwelt stärker belasten würde, als es bei konventionellen Treibstoffen der Fall ist, die aus Erdöl gewonnen werden. Hierzu gebe es laut einem Bericht der FAZ vom 13.02.2012 eine Untersuchung der EU-Kommission, dieser wurde allerdings noch nicht veröffentlicht. Wie die Zeitung weiterhin berichtet, seien lediglich Biokraftstoffe, welche aus Maus, Zuckerrohr sowie Zuckerrüben gewonnen werden, umweltverträglicher als konventionelle Kraftstoffe.

E10 als Ladenhüter

In Deutschland ist es insbesondere der Biosprit E10, der in der Kritik steht. Dass dem Kraftstoff zehn Prozent Ethanol beigemischt wird, stößt bei vielen Autofahrern auf Ablehnung, sie verschmähen den Kraftstoff. Dennoch hält die Bundesregierung weiterhin an dem Konzept fest, bis zum Jahre 2020 lautet das Ziel, dass erneuerbare Energien zehn Prozent des Verbrauchs abdecken, der durch den Verkehr entsteht.

In erwähnter Studie würden zum ersten Mal überhaupt die indirekten, langfristigen Folgen der Herstellung von Biokraftstoffen berücksichtigt, dies schlägt sich entsprechend in der Ökobilanz nieder. Regenwaldflächen würden brandgerodet, damit die Pflanzen, die zur Gewinnung von Biokraftstoffen benötigt werden, angebaut werden können.

Umweltfreundlicher als konventioneller Kraftstoff?

EU-Energiekommissar Günther Oettinger ließ mitteilen, dass dank der Biokraftstoffe Diesel und Benzin CO2-Emissionen eingespart würden. Bereits heute seien Alternativ-Kraftstoffe im Vergleich zu konventionellen fossilen Brennstoffen weitaus umweltfreundlicher. Als Reaktion auf den Zeitungsartikel gab Oettingers Sprecherin diese Mitteilung ab.

Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (kurz: VDB) bezog ebenso kurz Stellung. Elmar Baumann, seines Zeichens Geschäftsführer des VDB, gab an, dass für die Gewinnung von Biokraftstoffen nur bereits bestehende Anbauflächen optimiert, nicht ausgebaut würden. Außerdem bestünde die Studie zum größten Teil lediglich auf Annahmen.

 

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