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Flachkollektor oder Röhrenkollektor?

Der Ausstieg aus der Atomenergie ist beschlossen und soll größtenteils durch erneuerbare Energien kompensiert werden.

Schon heute kann jeder Immobilienbesitzer auf die neue Technologie setzen und sein Haus mit Sonnenkollektoren ausstatten. Doch welche Kollektoren eignen sich am besten? Flachkollektoren oder Röhrenkollektoren?

Röhrenkollektoren

Röhrenkollektor
Mit dem Röhrenkollektor effizienter arbeiten
© Can Stock Photo Inc.

Die Röhren bei Röhrenkollektoren bestehen aus einer Absorberfläche und einem Kupferrohr, die über einem Mehrfachparabolspiegel angebracht sind. Da diese sich in einem Vakuum befinden, nehmen sie zwar Wärme auf, geben aber wenig bis nichts davon ab. Sie werden deshalb auch oft Vakuum-Röhrenkollektoren genannt. Durch die Anordnung der Mehrfachparabolspiegel ist der Sonnenstand unerheblich für den Wirkungsgrad, dieser bleibt nahezu gleich hoch.

Flachkollektoren

Flachkollektor
Der Klassiker: Flachkollektor
© Can Stock Photo Inc.

Flachkollektoren sind die bekanntesten Sonnenkollektoren. Sie verfügen hinter einer Sicherheitsglasscheibe über eine Absorberfläche, Dämmmatte, Aluminium und ein Kupferrohr, in dem sich die Flüssigkeit befindet, die sich durch Sonneneinstrahlung erwärmt. Die dabei entstehende Wärme wird über externe Rohre in einen Speicher geleitet. Den größten Ertrag erreichen Flachkollektoren bei einer geringen Reflektierung. Leider verlieren sie durch die Dämmung innerhalb des Absorbers Wärme bei der Weiterleitung.

Preisvergleich

Am häufigsten sind auf Deutschlands Dächern Flachkollektoren zu sehen. Dies liegt unter anderem daran, dass gerade bei Neubauten die Kollektoren sehr leicht in die Dachhaut eingebaut werden können. Zudem liegen sie preislich meist etwa 30 Prozent unter den Kosten für die neueren Vakuum-Röhrenkollektoren. Daher bieten sie sich besonders für Energiespar-Einsteiger an.

Vor- und Nachteile

Wer die Solarenergie nur für die Warmwasserbereitung nutzen möchte, ist am besten mit Flachkollektoren beraten. Für diesen Zweck sind diese vollkommen ausreichend und aufgrund ihres wesentlich geringeren Preises empfehlenswert. Soll jedoch auch die solare Heizungsunterstützung erfolgen, benötigt man größere Flachkollektoren und eine größere Fläche. In diesem Fall werden die Röhrenkollektoren empfohlen. Zwar sind diese deutlich teurer, jedoch erwirtschaften sie einen höheren Ertrag bei gleicher Fläche. Der Wirkungsgrad liegt bis zu 30 Prozent über dem der herkömmlichen Flachkollektoren. So leisten die Röhrenkollektoren auch bei schlechtem und kaltem Wetter mehr als Flachkollektoren.

Die Entscheidung zwischen Röhren- und Flachkollektoren hängt schlussendlich vom Nutzungsziel ab. Die höheren Anschaffungskosten bei Röhrenkollektoren amortisieren sich zumeist nach wenigen Jahren, da diese auch in Zeiten geringer Sonneneinwirkung deutlich mehr Leistung erbringen als Flachkollektoren. Somit eignen sie sich auch sehr gut zur solaren Heizungsunterstützung und gleichzeitigen Warmwasserbereitung.

 

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